Eine gute medizinische und rehabilitative Versorgung chronisch kranker Menschen erfordert die Orientierung an den Bedürfnissen der Betroffenen und deren aktive Beteiligung. Die Bedürfnisse können – bei gleichem Krankheitsbild – abhängig z.B. von Alter, Geschlecht, Lebenslage u.a. individuellen Faktoren sehr unterschiedlich sein. Daher haben die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), für Gesundheit (BMG) sowie für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Deutsche Rentenversicherung, die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen und der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. gemeinsam die Initiative zur Einrichtung eines Förderschwerpunkts für die versorgungsnahe Forschung mit dem Schwerpunkt „Chronische Krankheiten und Patientenorientierung“ ergriffen.
Drei Themenfelder der Patientenorientierung stehen im Mittelpunkt der Förderung: Gezielte Patienteninformationen, effiziente Schulungsprogramme für chronisch kranke Menschen sowie die partizipative Gestaltung der Versorgung. Hierzu sollen Konzepte entwickelt und deren Wirksamkeit evaluiert werden. Von besonderem Interesse sind die Auswirkungen der untersuchten Interventionen auf den Krankheitsverlauf sowie auf die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und am Arbeitsleben. mehr»
- Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung
23.-25. September 2010, Ruhr-Universität Bochum - "Die Zeit ist reif...", Interview Dr, Stefan Etgeton zu der Notwendigkeit eines Patientenrechtegesetzes
(PP 9, Ausgabe Mai 2010, Seite 210) - Aufklären, aber richtig, Anforderungen an eine ordnungshemäße Aufklärung, Arzthaftungsrecht (Dtsch Arztebl 2010; 107(19): A-951 / B-831 / C-819)
Wie eine Erkrankung verläuft, hängt ganz wesentlich von der Therapietreue der betroffenen Patientinnen und Patienten ab. Gerade chronische Krankheiten erfordern ein sehr lange andauerndes und konsequentes Verhalten, das tiefgreifende Veränderungen der bisherigen Lebensweise bedeuten kann. mehr»
Gerade bei chronischen Krankheiten können Betroffene quasi als „Co-Therapeuten“ eine aktive Rolle im Behandlungsprozess übernehmen. Hierfür vermitteln Patientenschulungen nicht nur medizinisches Wissen, sondern verbessern auch den psychischen und praktischen Umgang mit der Erkrankung. mehr»
Chronische Erkrankungen erfordern mehr als eine zeitlich begrenzte Behandlung oder Rehabilitation, um die Folgen langfristig in den Griff zu bekommen. Behandlungserfolge bleiben nur erhalten, wenn die Betroffenen ihre Verhaltensänderungen dauerhaft beibehalten und Therapien über einen längeren Zeitraum fortsetzen. mehr»
Partizipative Entscheidungsfindung als Teil der Patientenorientierung bedeutet, dass Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen und Patienten auf der Basis geteilter Informationen gemeinsam über notwendige Therapien und das weitere Vorgehen entscheiden. mehr»


