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Kurzbericht zu den einzelnen Programmpunkten

  1. Begrüßung
  2. Vortrag der Prognos AG
  3. Gruppeninterview mit den Leiterinnen und -leitern der Projekte der Umsetzungsbegleitung 
  4. Diskussionsrunden an verschiedenen Thementischen (World Café)
  5. Projektmesse
  6. Nutzermesse
  7. Abschlussrunde & Verabschiedung
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Umsetzungsworkshop 2015 - Kurzbericht

Gruppeninterview mit den Leiterinnen und -leitern der Projekte der Umsetzungsbegleitung

Die Projektleiterinnen und Projektleiter der sechs begleiteten Umsetzungsprojekte waren eingeladen, an einer Podiumsrunde teilzunehmen. Nicht teilnehmen konnte Frau Dr. Mirjam Körner, Abteilung Medizinische Psychologie der Universität Freiburg, da sie zeitgleich eine Konferenz der Europäischen Gesellschaft für Arbeits- und Organisationspsychologie in Oslo besuchte. Hier hatte sie die Möglichkeit, einem internationalen Fachpublikum den Teamentwicklungsansatz vorzustellen, den sie im Rahmen des geförderten Projekts namens PATENT entwickelt und evaluiert hat. Neben den Projektleitenden nahm ebenfalls Dr. Ronny Klein, Prognos AG, an der Diskussion teil, um die Perspektive der „Umsetzungsbegleiter“ zu vertreten. Die Zielsetzung des Gruppeninterviews bestand darin, die Erfahrungen der Projektleitenden bei dieser besonderen Form der Forschungsunterstützung dem Plenum sichtbar zu vermitteln, einen Abgleich der ursprünglichen Erwartungen und den heutigen persönlichen Fazits vorzunehmen sowie Chancen und Herausforderungen beim Transfer von Forschungsergebnissen in die Versorgungspraxis gemeinsam zu diskutieren. Auch sollte kritisch reflektiert werden, inwiefern eine externe Umsetzungsbegleitung als sinnvoll betrachtet wird.

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

E-Coaching/DEPRENA:
Stefan Schmädeke

HOMECIMT:
Dr. med. Anne Barzel

PACED:
Anja Berding

KoKoS:
Prof. Dr. Erik Farin-Glattacker

PROCED:
Dr. Angelika Hüppe

Umsetzungsbegleitung (Prognos AG):
Dr. Ronny Klein

Moderation: Daniel Riesenberg (Prognos AG)

 

Zentrale Ergebnisse der Diskussion können wie folgt zusammengefasst werden:

Transferziele:
Die Erwartung der Projektleiterinnen und Projektleiter an die Umsetzungsbegleitung war in erster Linie eine Unterstützung bei der Weiterführung der Projekte nach Ende der Projektförderung. Dies beinhaltete vor allem die Bekanntmachung der entwickelten Innovationen sowie die Erschließung längerfristiger Finanzierungsquellen.  

Erfahrungen der Projekte:
Positiv wurde der Ideenaustausch wahrgenommen, der durch die neutrale, externe Begleitung in der Umsetzungsphase stattfand. Außerdem konnten die Projekte durch Unterstützung bei „wissenschaftsfremden“ Arbeiten, wie der Erstellung von Flyern oder Businessplänen, profitieren. Das ergänzende Know-how habe die „Vermarktung“ der Forschungsergebnisse befördert. Weithin wurden die Vernetzungsaktivitäten mit potenziellen Multiplikatoren und Kooperationspartnern als sehr hilfreich bewertet. Als hinderlich beim Transfer von Forschungsergebnissen wurde erlebt, dass aufseiten der Forschung ausreichende Ressourcen zur Unterstützung der Transferaktivitäten fehlten. Zudem wurden die Anforderungen, die vonseiten der Kostenträger an die Umsetzung der Forschungsergebnisse angelegt wurden, zum Teil als sehr hoch empfunden.

Erfahrungen der Umsetzungsbegleiter:
Aus Sicht der Umsetzungsbegleiter wurde vor allem die hohe Motivation der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Praxistransfer betont. Bedauerlich hingegen sei, dass die Resonanz einiger Krankenkassen auf die Umsetzungsanstrengungen eher gering ausfiel. Angeregt wurde eine flexiblere Ausgestaltung der abrechenbaren Kosten für Transferaktivitäten, um die finanziellen Möglichkeiten (z.B. Erstattung von Reisekosten), aber auch die Anreizstrukturen bei der Durchführung von Maßnahmen zu verbessern.

Zukünftige Ausgestaltung:
Für zukünftige Förderprogramme wurde von den Projektleitenden eine flexiblere Ausgestaltung der Förderung vorgeschlagen. Dies betrifft beispielsweise den zeitlichen Rahmen oder die Möglichkeit einer Anschlussförderung für die Umsetzungsphase. Hierdurch vergrößere sich die Chance auf eine erfolgreiche Umsetzung, so der Tenor der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.




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