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Kurzbericht zu den einzelnen Programmpunkten

  1. Begrüßung
  2. Vortrag der Prognos AG
  3. Gruppeninterview mit den Leiterinnen und -leitern der Projekte der Umsetzungsbegleitung 
  4. Diskussionsrunden an verschiedenen Thementischen (World Café)
  5. Projektmesse
  6. Nutzermesse
  7. Abschlussrunde & Verabschiedung
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Umsetzungsworkshop 2015 - Kurzbericht

Thementisch 5: Art des Transferprodukts

(Gastgeberin: Dr. med. Anne Barzel, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)

 

Diskussionsfragen:

 

Als Einstieg in die Diskussion am Thementisch wurde aus der Runde der Diskutanten ein Beispiel für ein Transferprodukt angeführt, das in Form eines Flyers („Herzwegweiser“) aufbereitet wurde. Sowohl die Seite der Wissenschaft als auch Vertreterinnen und Vertreter von Kostenträgern, die den Flyer kennengelernt haben, seien vom Nutzen überzeugt. Gleichwohl sei es bislang nicht gelungen, die Dissemination des Produkts zu erreichen. Vor diesem Hintergrund wurde der Frage nachgegangen, ob das Nichtvorankommen beim Transfer möglicherweise in der spezifischen Art des Transferprodukts begründet ist. Die Diskussion ergab, dass man nicht nur von Anfang das Transferprodukt, sondern auch das Forschungsprodukt mitdenken müsse. Bereits zum Zeitpunkt der Forschungsphase müssten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: So sollte etwa die Akzeptanz der Patientinnen und Patienten gewährleistet sein. Das Forschungsprodukt sollte in die Behandlung eingebunden sein. Aus Sicht der Krankenkassenvertreter/innen sollte insbesondere auch ein persönlicher Kontakt bestehen und eine klare Indikation vorliegen.

Kontrovers wurde diskutiert, ob die Wirksamkeit von Interventionen bereits nachgewiesen sein sollte, zumal diese ja häufig Gegenstand der Forschung ist. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass diese Frage weithin bejaht wurde, insbesondere von Kostenträgerseite. Ferner wurde erörtert, wann die Kostenträgerseite in gewisser Weise ein „Mitspracherecht“ haben sollte. Auch wenn auf diese Frage keine konkrete Lösung herausgearbeitet werden konnte, wurde deutlich, dass sich sowohl die Forscherseite als auch die Kostenträgerseite grundsätzlich für eine Intensivierung des Austauschs ausspricht. Als Voraussetzungen für die erfolgreiche Dissemination wurden folgende Punkte zusammengetragen: So sollten neben einem klar erkennbaren Mehrwert und der Kosteneffizienz von Interventionen Aspekte wie Wissen um das Produkt, Patientennähe und Wirtschaftlichkeit gegeben sein. Aus Sicht der Wissenschaft wurde im Hinblick auf die Forschungsstruktur betont, dass längere Nacherhebungszeiträume erforderlich seien. Dies stehe jedoch nicht selten im Widerspruch zu den i.d.R. befristeten Verträgen der Wissenschaftler/innen.

Mit Blick auf die Wirksamkeit wurde zudem deren Prüfung durch den MDS bzw. MDK thematisiert. In der Diskussion wurde angeregt zu prüfen, ob es nicht sinnvoll sein könnte, den MDS/MDK bereits viel früher in die „Forschungsproduktentwicklung“ einzubinden als dies heute üblicherweise der Fall sei.

In der Diskussion wurde ferner deutlich, dass sich Leistungserbringer wünschen, früher in den Prozess mit eingebunden zu werden, auch um Forschungsfragen aus der Praxis zu generieren. Auch der Bedarf aus Kostenträgersicht sollte stärker einbezogen werden.

 

 




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