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Kurzbericht zu den einzelnen Programmpunkten

  1. Begrüßung
  2. Vortrag der Prognos AG
  3. Gruppeninterview mit den Leiterinnen und -leitern der Projekte der Umsetzungsbegleitung 
  4. Diskussionsrunden an verschiedenen Thementischen (World Café)
  5. Projektmesse
  6. Nutzermesse
  7. Abschlussrunde & Verabschiedung
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Umsetzungsworkshop 2015 - Kurzbericht

Thementisch 7: Systemfrage

(Gastgeber: Dr. Rolf Buschmann-Steinhage, Deutsche Rentenversicherung Bund)

 

Diskussionsfragen:

 

Im Rahmen der Diskussion der sog. „Systemfrage“ wurden folgende Thesen herausgearbeitet: Umsetzung sei zum einen eine „Erkenntnisfrage“, d.h. vor einer Umsetzung müssen die Forscher/innen die potenzielle Nutzer und andere relevante Akteure von den Ergebnissen wirksam überzeugen. Dann sei Umsetzung zudem eine „Geldfrage“ und nicht selten auch eine „Machtfrage“. Diese Aspekte wurden in der Diskussion nicht weiter theoretisch vertieft. Als ein Ergebnis der Diskussion kann jedoch festgehalten werden, dass ein wesentlicher Erfolgsfaktor beim Transfer darin besteht, dass möglichst frühzeitig alle relevanten Akteure zusammenwirken – angefangen bei den Wissenschaftlern und den Patienten bzw. ihren Organisationen, über Leistungserbringer und Leistungsträger bis hin zu Kostenträgern. Als geeignete Formate wurden Workshops, Netzwerke oder „Vorprojekte“ im Vorfeld eines Forschungsprojekts diskutiert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion lag auf der Frage, inwieweit die konkrete Umsetzung von Ergebnissen schon zu Beginn eines Forschungsprojekts klar sein müsste. Kritisch wurde in diesem Zusammenhang hinterfragt, ob durch eine frühzeitige Definition der Umsetzung möglicherweise der Innovationsgehalt von Forschungsfragen eingeschränkt werde. Die Ansichten der Diskutanten tendierten dahin, bei der Frage des Forschungsbedarfs eine breite Beteiligung der Akteure anzustreben, die eigentliche Umsetzung jedoch stufenweisen zu denken, d.h. zunächst einmal die Wirksamkeit einer Intervention zu überprüfen, dann zu untersuchen, ob diese auch bei erschwerten Bedingungen in der Praxis wirke, und schließlich das „Bewährte“ in die Fläche zu überführen. Für den letzten Schritt könnten bspw. IT-Infrastrukturen oder Unterstützungsangebote bei der Qualitätssicherung erforderlich werden. Dabei handele es sich in gewisser Weise um „Extraaufgaben“, die im Kern nicht unbedingt mehr Forschungsaufgaben darstellen, aber auch Aufwand und Ressourcen binden würden.

Deutlich wurde zudem, dass im Rahmen des Förderschwerpunkts Versorgungsnahe Forschung einerseits Rehabilitation und andererseits Krankenbehandlung sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen für die Umsetzung haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




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