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Themenfelder

Gegenstand der Förderung sind Forschungsvorhaben zu den nachfolgenden drei Themenfeldern.

Themenfeld 1: Bedarfsgerechte Patienteninformation

Mit Hilfe der Förderung soll die Verbesserung des spezifischen Wissens chronisch kranker Menschen durch bedarfsgerechte Patienteninformation untersucht werden. Gefördert werden sollen Vorhaben, die Fragen zum Bedarf an Patienteninformation hinsichtlich Krankheiten und deren Behandlung sowie zu Zugangswegen verschiedener Patientengruppen zu Information beantworten und Ansätze für gezielte Maßnahmen aufzeigen. Ebenfalls gefördert werden können Vorhaben, die die Auswirkung und Nachhaltigkeit gezielter Patienteninformationen, z.B. unter Einsatz neuer Medien, auf Zielgrößen wie Selbstmanagement, Behandlungsentscheidungen, Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, Compliance und patientenrelevante Endpunkte (z. B. Lebensqualität, Krankheitsverlauf) sowie Krankheitskosten untersuchen.


Themenfeld 2: Schulungsprogramme für chronisch kranke Menschen

Im Rahmen der Förderrichtlinie sollen Schulungsprogramme und ähnliche Interventionen weiterentwickelt und evaluiert werden, in denen durch die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen der eigenverantwortliche Umgang Betroffener mit ihrer chronischen Krankheit (Selbstmanagement) gestärkt wird. Damit soll auch die Fähigkeit, selbstbestimmte Entscheidungen bezüglich ihrer Lebensführung und des Umgangs mit der Krankheit und ihren Folgen zu treffen, erhöht werden (Empowerment). Dies schließt Untersuchungen zur Ausrichtung von Schulungsprogrammen an den Lebenswelten (einschließlich der Arbeitswelt) der Patientinnen und Patienten ein. Förderung kann für Vorhaben beantragt werden, die die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Patientenschulungen oder ähnlicher patientenorientierter Interventionen untersuchen, z. B. in Bezug auf Selbstmanagement, Behandlungsentscheidungen, Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, Compliance und patientenrelevante Endpunkte (z. B. Lebensqualität, Krankheitsverlauf) sowie Krankheitskosten.

 

Themenfeld 3: Organisation einer partizipativen Versorgungsgestaltung

Die Förderrichtlinie zielt auf Erkenntnisse, wie Patienten- und Teilnehmerorientierung und eine partizipative Versorgungsgestaltung bedarfsgerecht bzw. zielgruppenspezifisch in Versorgungsstrukturen nachhaltig verankert werden können. Förderung kann für Forschungsvorhaben gewährt werden, die Aufschluss geben über Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Einbezugs und der aktiven Beteiligung von Patienten an ihrer Versorgung in Bezug auf das Versorgungsgeschehen, den Krankheitsverlauf und die Teilhabe am täglichen Leben (einschl. des Arbeitslebens). Dies schließt Forschung zu organisationsbedingten Faktoren der Versorgung, die eine partizipative Versorgungsgestaltung verhindern bzw. ermöglichen (z.B. Zeitfaktoren, Zusammensetzung von Behandlungsteams, Klinikkultur, Interaktion verschiedener Versorgungssektoren, Selbsthilfearbeit, Behandlungssettings) ein.

Übergreifend zu den benannten drei Themenbereichen ist vor allem die Ausrichtung von partizipativen Elementen der Versorgungsgestaltung auf besondere Zielgruppen von Bedeutung. Dazu gehört die Überprüfung des Nutzens von Information, Schulung und Versorgungsstrukturen in Abhängigkeit von unterschiedlichen Ausgangslagen der Betroffenen. Von besonderem Interesse sind Vorhaben, bei denen sozial benachteiligte Gruppen im Zentrum der Untersuchung stehen. Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit partizipativer Versorgung soll gerade auch für Patienten- und Rehabilitandengruppen erprobt werden, deren Erreichbarkeit als erschwert gilt (z. B. für Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit niedrigem Bildungsniveau).

Eine angemessene Berücksichtigung geschlechterspezifischer Aspekte wird erwartet.