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Prof. Dr. med.  Bernd Löwe, Dipl.-Psych.

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin

Martinistr. 52

20246 Hamburg  

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Effizienzsteigerung von Depressions-Screening durch gezielte Patienteninformation: Randomisierte kontrollierte Studie (DEPSCREEN-INFO)

Untersuchungsziel
Ziel der Untersuchung ist es, die Wirksamkeit einer versorgungsnahen Minimalintervention auf den Verlauf depressiver Symptome bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) zu evaluieren. Durch gezielte und frühe Patienteninformation im Rahmen eines Screenings soll das Ausmaß der Depression reduziert und der Anteil adäquat behandelter Patienten erhöht werden. Die Haupthypothese ist, dass State-of-the-Art Screening plus Patienten-Feedback nach einem Monat zu einer größeren Re-duktion der Depression führt als State-of-the-Art Screening ohne Patienten-Feedback.

 

Studientyp
Randomisierte monozentrische beobachter-verblindete kontrollierte Studie

 

Intervention
Kontrollgruppe: State-of-the-Art Depressions-Screening
Interventionsgruppe: State-of-the-Art Depressions-Screening plus gezielte Patienten-information zu Screeningergebnis und Behandlungsoptionen
Primärer Endpunkt: Ausprägung der Depression 1 Monat nach Screening
Sekundärer Endpunkt: Anteil adäquat behandelter Patienten mit klinisch signifikanter Depression 1 Monat nach Screening, gesundheitsökonomische Endpunkte

 

Stichprobe
Die Studie wird an Patienten mit klinisch gesicherter KHK durchgeführt, da diese ein erhöhtes Depressionsrisiko aufweisen, nur selten behandelt werden und ein Screening durch Fachgesellschaften zunehmend empfohlen wird.

Einschlusskriterien: 
(1) Vorstellung in kardiologischer Praxis oder Ambulanz wegen KHK; 
(2) Alter ≥ 18 Jahre; 
(3) ausreichende deutsche Sprachkenntnisse; 
(4) Zugang zu einem Telefon; 
(5) Bereitschaft zur Teilnahme an Ersterhebung und Follow-ups, 
(6) „informed consent“.

Ausschlusskriterien: 
(1) lebensbedrohlicher Gesundheitszu-stand; 
(2) schwere somatische oder psychische Störungen, welche eine sofortige Intervention benötigen; 
(3) akute Suizidalität; 
(4) schwere kognitive oder visuelle Beeinträchtigung; 
(5) Unfähigkeit, einen computerisierten Fragebogen auszufüllen.

 

Stichprobengröße
N (zur Teilnahme einzuladen) = 3500 
N (Screening komplett) = 2695 (77% Teilnahme) 
N (positives Screening-Ergebnis) = 458 (17% positives Screening) 
N (komplette Daten 1 Monat post Screening) = 352 (77% Teilnahme)

 

Datenerhebung
Interventionsstudie; telefonische Follow-up Datenerhebungen nach 1 und 6 Monaten.

 

Procedere
KHK-Patienten von kardiologischen Praxen und Ambulanzen füllen während der Wartezeit einen elektronischen Depressions-Screening-Fragebogen aus. Um den Praxisablauf nicht zu belasten, erfolgt die Ausgabe der elektronischen Erhebungsins-trumente (Tablet-PCs) und die Aufklärung der Pat. durch wiss. Hilfskräfte / Doktoran-den. Die wiss. Hilfskräfte / Doktoranden übertragen auch kardiologische Basisdaten der Patienten aus der Krankenakte (NYHA-Stadium, Grunderkrankung, etc.). Patienten mit positivem Screening-Ergebnis werden nach Ablauf von 1 und 6 Monaten telefonisch von den Studienmitarbeitern kontaktiert und zu Symptomen der Depres-sion sowie deren Behandlung befragt. Die Daten aus der jeweiligen Praxis / Ambulanz werden den teilnehmenden Ärzten pseudonymisiert zur Verfügung gestellt.

 

Voraussetzungen für die Teilnahme
Von den teilnehmenden Praxen / Ambulanzen wird für die Fallzahlplanung eine Angabe der behandelten Patienten mit KHK pro Jahr erbeten sowie eine unterschriebene Erklärung zur Teilnahme an der Studie (wird von der Studienleitung zur Verfügung gestellt).

 

Aktueller Projektstand
Beginn der Studie: April 2011 
Beginn der Rekrutierung: September 2011




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