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Kontakt

Dipl.-Psych. Marit Hauschildt

Prof. Dr. Steffen Moritz

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Martinistr. 52

20246 Hamburg

Tel.: 040 7410-57539

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Effektivität eines metakognitiven Selbsthilfeprogramms bei Menschen mit Zwangsstörung

Zwangsstörungen sind mit einer Lebenszeitprävalenz von 2-3% sehr viel verbreiteter als lange angenommen (Abramowitz, 2006). Nur ca. 40% der Betroffenen suchen aktiv Hilfe auf (Kohn et al., 2004) und dies mit einer durchschnittlichen Verzögerung von 7-10 Jahren (Hollander et al., 1996). Aus diesem Grund wird die Zwangsstörung auch als „heimliche Erkrankung“ bezeichnet. Angesichts der geringen Inanspruchnahme des psychologisch-psychiatrischen Hilfesystems kommt Selbsthilfemaßnahmen eine zunehmende Bedeutung bei der Behandlung der Zwangsstörung zu.

 

Über eine niedrigschwellige Online-Untersuchung soll die Effektivität eines von den Antragstellern entwickelten metakognitiven Selbsthilfemanuals für Zwangspatienten, „Metakognitives Training“ (MyMKT), welches sich in einer Pilotstudie bereits als kurzfristig wirksam erwies (Moritz et al., 2010), gegenüber einer aktiven Kontrollgruppe (Psycho-edukation) evaluiert werden. Das Selbsthilfemanual beinhaltet bewährte kognitiv-verhaltens-therapeutische und neuere metakognitive Techniken. Zusätzlich zu einem Prä-Post-Untersuchungsintervall von vier Wochen ist eine Halbjahres-Katamnese vorgesehen. Über die Online-Befragung anhand reliabler Selbstbeurteilungsinstrumente hinaus erfolgt zu allen Untersuchungszeitpunkten eine Verifikation der Zwangsdiagnose und der Symptomstärke durch telefonisch geführte klinische Interviews. Den primären Outcomeparameter stellt die Senkung der Zwangsymptomatik dar. Weitere Ziele bestehen in der Verbesserung der Lebensqualität sowie der Steigerung der Therapiemotivation.

 

Seit Projektförderungsbeginn im Februar 2011 befindet sich die Studie in der konkreten Vorbereitungsphase. Zu den aktuellen Arbeitsschritten gehören unter anderem die Einrichtung, Erprobung und Pflege der Online-Befragung, die digitale Aufarbeitung und Bereitstellung der Interventionsmaterialien, Einarbeitung und Training unserer Mitarbeiter zur Durchführung der klinischen Interviews sowie Maßnahmen zur Rekrutierung von Studien-teilnehmern. Der Beginn der Datenerhebung (Kriterium: Einschluss des ersten Teilnehmers) ist für Mitte Mai vorgesehen.




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