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Prof. Dr. Matthias Berking

Philipps-Universität Marburg

Psychologisches Institut

Gutenbergstr. 18

35032 Marburg

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Evaluation einer online‐basierten Transferförderung nach stationärer Depressionstherapie (OTF‐D)

Projektleitung und –koordination: 
Prof. Dr. Matthias Berking, 
Prof. Dr. Martin Hautzinger, 
David Ebert

 

Die stationäre Depressionstherapie ist nachgewiesenermaßen effektiv. Angesichts des hohen Rezidivrisikos depressiver Störungen stellt sich aber auch die Aufgabe, die initial erzielten Therapieerfolge langfristig zu stabilisieren und dem Auftreten von Rückfällen und erneuter Rezidive entgegenzuwirken.

Aktuell entwickeln wir eine auf kognitiv‐verhaltenstherapeutischen Prinzipien beruhende online‐basierte Transferförderungsintervention nach stationärer Depressionstherapie (OTF‐D). Mit OTF‐D sollen Patienten dabei unterstützt werden, die im Schonraum der stationären Therapie erzielten Behandlungserfolge in den individuellen Alltag zu transferieren. Rückfallanzeichen sollen früh erkannt und Rückfällen und dem Auftreten erneuter Rezidive effektiv entgegengewirkt werden.

In einer multizentrischen, dreiarmigen, prospektiven, randomisiert‐kontrollierten Studie (k = 5; N = 522) sollen die Effekte von OTF‐D mit denen einer aktiven Kontrollbedingung (inhaltsunspezifischer, supportiver Internetchat) und denen der poststationären Routine‐versorgungsmaßnahmen (TAU) verglichen werden. Die Interventionsbedingungen werden bezüglich der Entwicklung depressiver Symptomatik, Rückfällen, des Auftretens weiterer Rezidive und der Kosteneffektivität überprüft. Zur Überprüfung angenommener Wirk‐mechanismen werden über die Behandlungsdauer fortlaufend hochfrequente Verlaufs‐messungen durchgeführt. Zur Klärung des Einsatzbereiches von OTF‐D erfolgt die Evaluation in den in Deutschland stationär versorgungsrelevanten Behandlungssettings Akut‐Psychosomatik, Psychosomatische Rehabilitation und Psychiatrie.

OTF‐D ist nach unserem Wissen die weltweit erste auf kognitiv‐verhaltenstherapeutischen Prinzipien aufgebaute störungsspezifische Step‐Down‐Intervention nach stationärer Depressionstherapie. Es wird erwartet, dass eine in die Routineversorgung integrierbare Intervention entwickelt werden kann, mit der sich die Nachhaltigkeit stationärer Depressionstherapie effektiv und effizient steigern lässt.




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