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Kontakt

Projektleiter: Prof. Dr. Wolfgang Gaebel

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Harald Zäske (email: ) und Dipl.-Psych. Franziska Niedermeyer (email: )

LVR-Klinikum Düsseldorf, Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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Gruppenintervention zur Stärkung von Stigma-Bewältigungskompetenz und Empowerment bei Menschen mit psychischen Erkrankungen (STEM)

Projektlaufzeit: Juni 2011 bis Mai 2014


Zielsetzung: In den ersten 12 Projektmonaten wurde eine Gruppenintervention für an Schizophrenie oder Depression erkrankte Menschen entwickelt und manualisiert. In den folgenden 24 Monaten wird diese Intervention in einer clusterrandomisierten Kontrollgruppenstudie auf ihre Wirksamkeit hin evaluiert. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität und der Stigma-Bewältigungskompetenz sowie die Stärkung von Empowerment (Eigenverantwortlichkeit, Selbstbestimmung) und die Reduktion von Selbststigmatisierung (Verinnerlichung negativer gesellschaftlicher Stereotype). Die Intervention wird in gängige Psychoedukationsangebote eingebettet und in verschiedenen Versorgungssettings (stationäre, teilstationäre, ambulante Primärversorgung sowie stationäre Rehabilitation) erprobt.

 

Hintergrund: Das Stigma von Menschen mit psychischen Erkrankungen stellt eine schwere zusätzliche Belastung für die Betroffenen dar. Negative Einstellungen und diskriminierendes Verhalten ihnen gegenüber wirken sich negativ auf das Inanspruchnahmeverhalten aus und beeinflussen negativ Krankheitsverlauf, Compliance, Selbstwertgefühl sowie die soziale Funktionsfähigkeit. Selbststigmatisierende Einstellungen beeinträchtigen zudem die Lebensqualität und führen zu sozialem Rückzug.

 

Intervention: Im Gegensatz zu bisherigen Ansätzen der Stigma-Bekämpfung, die primär bei der Aufklärung über psychische Erkrankungen in verschiedenen Zielgruppen ansetzen, soll in der Studie eine gruppentherapeutische Intervention als Ergänzung zu bestehenden Gruppenangeboten durchgeführt werden, die primär Kompetenzen zur Stigmabewältigung vermittelt. Die Intervention besteht aus drei in einen Psychoedukationskurs eingebetteten Terminen und einer Booster-Sitzung nach sechs Wochen. Ein gruppentherapeutischer Ansatz ist Mittel der Wahl, da die Patienten als gegenseitige Vorbilder fungieren können.    

 

Methodik: In 24 teilnehmenden (Universitäts-)Kliniken, Rehabilitationskliniken und niedergelassenen Ärzte werden insgesamt 512 Patienten rekrutiert. Die eine Hälfte der Zentren führt die Intervention, die andere Hälfte eine gängige Gruppenpsychoedukation durch. Um die Wirksamkeit der Intervention zu prüfen, werden primäre (Lebensqualität) und sekundäre Zielkriterien (Selbststigmatisierung, Empowerment, Selbstwertgefühl, Funktionsfähigkeit, Krankheitsverlauf, Compliance und Inanspruchnahmeverhalten) sowohl vor und nach der Intervention, nach der Booster-Sitzung sowie sechs und zwölf Monate nach der Intervention erhoben.

 




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