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Kontaktdaten

Prof. Dr. med. Hermann Brenner, MPH

Prof. Dr. med. Elke Raum, MPH

Heike Krämer, Dipl. Ges-Ök. MSc Epidemiologie

Deutsches Krebsforschungszentrum

Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung

Im Neuenheimer Feld 581

69120 Heidelberg

Tel.: 06221/42 1301              

Fax: 06221/42 1302

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Diabetes mellitus: Neue Wege der Optimierung der allgemeinen ärztlichen Betreuung (DIANA)

Hintergrund:

Der Typ-2 Diabetes mellitus (T2DM) gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in den entwickelten Industrieländern. Viele der betroffenen Patienten werden in erster Linie von hausärztlich tätigen Ärzten auf Basis evidenzbasierter Leitlinien betreut. Dennoch weist ein erheblicher Teil der Patienten mit T2DM eine verbesserungswürdige Stoffwechsellage auf.


Ziele: 
Ziel dieser Studie ist es, zu untersuchen, ob eine patientenorientierte, hausärztliche Betreuung, die auch die Ressourcen des Patienten einbezieht, wesentliche Outcomeparameter einer Diabetes-Therapie beispielsweise diabetesbedingte Krankenhauseinweisungen, Sterblichkeit oder Inzidenz diabetes-assoziierter Folgeerkrankungen verbessert.

 

Methoden: 
Die Studie beinhaltet einen qualitativen und einen quantitativen Studienteil: Die qualitativen Erhebungen basieren sowohl auf Einzelinterviews als auch auf Fokusgruppengespräche mit hausärztlich tätigen Ärzten, deren Medizinischen Fachangestellten (MFA) und freiwilligen Typ-2 Diabetikern der beteiligten Arztpraxen. Sie thematisieren Chancen und Barrieren einer verbesserten Versorgung von Diabetes-Patienten in der hausärztlichen Betreuung. Die Ärzte gehören einem Qualitätsnetzwerk der Landkreise Ludwigsburg und Heilbronn an. Anhand der qualitativen Studie soll untersucht werden, inwiefern und ob die geplante Intervention, genauer ein regelmäßiges telefonisches Beratungsgespräch (Telefoncounseling) durch eine MFA der Praxis, bei Ärzten, MFAs und Patienten ausreichend Akzeptanz finden kann. Ebenso sollen mögliche Barrieren gezielt identifiziert werden, da diese andernfalls die Anwendung des Telefoncounselings im zweiten Studienteil behindern würden. 
Die quantitative Erhebung basiert wiederum auf zwei Teilen (A und B). In Teil A sollen insgesamt 1500 Patientinnen und Patienten mit T2DM in hausärztlich tätigen Arztpraxen der Landkreise Ludwigsburg, Heilbronn und Rems-Murr im Sinne einer epidemiologischen Längsschnittstudie rekrutiert und beobachtet werden. In einem Teilkollektiv (Teil B) von Patienten mit unbefriedigender Stoffwechsellage (HbA1c > 7,5%) soll im Rahmen eines randomisierten Interventionsteils untersucht werden, ob sich mithilfe eines supportiven Telefoncounselings die Zielparameter der Diabetestherapie (HbA1c) und andere sekundäre Outcomeparameter (diabetesbedingte Krankenhauseinweisung, Sterblichkeit, Inzidenz diabetes-assoziierter Folgeerkrankungen) verbessern lassen.

 

Aktueller Stand: 
Die qualitative Studie wurde erfolgreich abgeschlossen. Für die quantitative Studie konnten 29 Hausarztpraxen gewonnen werden und sowohl die Rekrutierung als auch die Nachbeobachtung wurden erfolgreich etabliert. Die Teilnahme und das Telefoncounseling werden von den Patienten und den durchführenden MFAs positiv angenommen und lassen sich gut in den Praxisalltag integrieren.


Link: Projekthomepage




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