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Kontaktdaten

Claudia Mews

Tel. 040 – 7410 56854

Fax 040 – 7410 53681

Zentrum für Psychosoziale Medizin

Institut für Allgemeinmedizin

Gebäude W34

Martinistr. 52

20246 Hamburg

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Martin Scherer

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Entwicklung und Evaluation einer Schulung zur Förderung der Selbstmanagementkompetenz von illiteraten türkischstämmigen Patienten mit Diabetes mellitus (SITD)

Hintergrund

In Deutschland liegt die Prävalenz des Diabetes mellitus Typ 2 (DM2) bei ca. 7%. Es existieren wenige Untersuchungen zur DM2-Prävalenz bei türkischstämmigen Patienten, die aber eine mindestens doppelt so hohe Prävalenz zeigen. Da wichtige DM2-Risikofaktoren wie Fehlernährung und Bewegungsarmut mit sozioökonomischen Faktoren korrelieren, sind viele türkischstämmige Menschen einem überdurchschnittlich hohen DM2-Risiko ausgesetzt. Die vorliegenden Schulungsprogramme sind für sie wenig effektiv, da oft die Voraussetzungen zum Verständnis (z.B. Lese- und Schreibvermögen) fehlen.

 

Ziele

Ziel des Projektes ist die Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines kultursensiblen, DMP - kompatiblen, an den Bedürfnissen der Zielgruppe orientierten und einsatzbereiten Schulungsprogramms für türkischstämmige Patienten mit DM2, das Praxen zur Verfügung gestellt werden kann. Dieses Schulungsprogramm soll, im Gegensatz zu den bisher vorhandenen Schulungsprogrammen, auf die speziellen Bedürfnisse von illiteraten Patienten mit DM2 und türkischem Migrationshintergrund abgestimmt sein und einen Fokus auf die Verwendung nicht schriftlicher Materialien legen. Es soll für die Patientinnen und Patienten die wesentlichen Aspekte im Umgang mit ihrer Erkrankung anschaulich vermitteln und durch eine Steigerung der Selbstmanagementkompetenz eine höhere Motivation zu einem adäquaten Lebensstil bewirken.

 

Methoden

Nach einer Literaturrecherche findet ein Kick-Off-Workshop mit Expertinnen und Experten statt. Die Module der Schulung werden festgelegt und in Folgetreffen inhaltlich und didaktisch ausgestaltet. Nach Testung der Module werden die finalen Schulungs- und Evaluationsmaterialien erstellt. Die kooperierenden Diabetesberaterinnen werden geschult, in die Evaluationsmaterialien eingearbeitet und führen die Schulungen durch. Es wird eine Stichprobengröße von N=70 bildungsfernen türkischstämmigen Diabetikern beiderlei Geschlechts angestrebt. Mit den Teilnehmenden wird eine Untersuchung in Hinblick auf Diabeteswissen und Verhaltensbeobachtung durchgeführt, sie werden zu Akzeptanz und Verständlichkeit befragt. Nach Auswertung der Evaluationsmaterialien werden die Erfahrungen in Fokusgruppen besprochen und analysiert, das Schulungskonzept wird überarbeitet. 

 




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