Förderung der Selbstregulation von PatientInnen mit chronischen Krankheiten
Projektbeginn: 01.05.2011
Förderdauer: 3 Jahre
Projektleitung: Dr. Manuela Glattacker
Das Projekt „Förderung der Selbstregulation von PatientInnen mit chronischen Krankheiten“ setzt das in der ersten Phase des Förderschwerpunkts „Versorgungsnahe Forschung“ geförderte Projekt „Bedarfsgerechte Patienteninformation auf der Basis subjektiver Konzepte“ fort. Ziel des Folgeprojekts ist es, eine Intervention zu entwickeln, die darauf abzielt, die Patienteninformation stärker auf die subjektiven Erklärungsmodelle von RehabilitandInnen über Krankheit und Behandlung zuzuschneiden. Hierdurch sollen Ansatzpunkte gefunden werden, um die Selbstregulation der Patienten in Bezug auf die Erkrankung und Behandlung möglichst optimal zu unterstützen und zu fördern. Die Interventionsentwicklung greift dabei auf die Theorie des sog. Common Sense-Selbstregulationsmodells von Howard Leventhal und Kollegen zurück. Unter Berücksichtigung der zentralen Komponenten dieses Modells soll die zu entwickelnde Intervention zur Patienteninformation drei Aspekte berücksichtigen:
- die subjektiven Krankheits- und Behandlungskonzepte der RehabilitandInnen (d.h. was denken die RehabilitandInnen über Krankheit und Behandlung?)
- die bisherigen patientenseitigen Versuche zur Krankheitsbewältigung (d.h. was haben die RehabilitandInnen bisher bzgl. Krankheitsbewältigung unternommen? Haben sie z.B. bereits Erfahrungen mit verschiedenen Medikamenten oder mit einer rehabilitativen Behandlung gemacht?) und
- die Bewertung der bisherigen Versuche zur Krankheitsbewältigung (d.h. waren die Bewältigungsversuche aus Patientensicht erfolgreich oder eher nicht?).
Im ersten Projektschritt wird ein auf der Theorie des Common Sense-Selbstregulationsmodells basierender Fragebogen zur Messung des Bewältigungsverhaltens und dessen Bewertung entwickelt und an N=400 RehabilitandInnen mit chronischen Rückenschmerzen und depressiven Störungen psychometrisch geprüft. Darauf basierend wird im zweiten Projektschritt in Zusammenarbeit mit ÄrztInnen und PsychologInnen aus Projekt-Kooperationskliniken das Interventionskonzept ausgearbeitet, welches dann in zwei Kliniken pro Indikation implementiert und formativ evaluiert wird. Hierbei kommen qualitative und quantitative Erhebungszugänge zum Einsatz. Hauptzielgrößen sind die patienten- und behandlerseitige Akzeptanz sowie die klinische Machbarkeit, so dass bei Projektende ein Interventionskonzept vorliegen sollte, welches aus Sicht der RehabilitandInnen und BehandlerInnen sinnvoll und nutzbringend ist, und welches in die klinischen Abläufe integrierbar ist.
Kooperationskliniken
- Edith-Stein-Fachklinik, Bad Bergzabern
- Fachklinik Herzogenaurach, Rehabilitationszentrum, Herzogenaurach
- Klinik Porta Westfalica, Bad Oeynhausen
- KMG Elbtalklinik Bad Wilsnack, Bad Wilsnack
- Sankt Rochus Kliniken, Bad Schönborn
- Rehabilitationsklinik Frankenhausen DRV-Bund - Orthopädie, Bad Frankenhausen
- Rehabilitationsklinik Frankenhausen DRV-Bund - Psychosomatik, Bad Frankenhausen
- Rehabilitationsklinik Moorbad Bad Doberan, Bad Doberan
- Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet - Orthopädie, Bad Bocklet
- Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet - Psychosomatik, Bad Bocklet
- De Ignis Fachklinik GmbH, Egenhausen
- Heinrich-Heine-Klinik KG, Potsdam
- Inntal-Klinik, Simbach am Inn
- Rehabilitationsklinik "Garder See", Lohmen
- Vogelsbergklinik, Grebenhain
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