Suche:


Zoom = Maus über Bild bewegen | Bild hier öffnen

Download

 

Kontakt

Dr. Hanne Melchior

Forschungsgruppe Psychotherapeutische Versorgung

Institut für Medizinische Psychologie

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Martinistraße 52, Gebäude W 26

20246 Hamburg

Tel.: +49-(0)40-7410-53871

Fax: +49-(0)40-7410-54940

E-Mail:

vorheriger Artikel  |  nächster Artikel

Chronifizierungsprozesse, Patientenkarrieren und Patientenbedarfe bei Angst- und depressiven Erkrankungen: Ist-Analyse & Evaluation einer Case-Management-orientierten Nachsorge-Koordination (NaKo) nach stationärer Rehabilitation

Projektleitung: Dr. Hanne Melchior, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

 

Während eine umfassende Analyse von Chronifizierungsprozessen und Behandlungswegen im deutschen Gesundheitssystem für Patientinnen und Patienten mit Depression bzw. mit Angsterkrankung noch aussteht, lässt sich vor dem Hintergrund der ‚Fragmentierung’ des Versorgungssystems schon jetzt die Überwindung von Schnittstellen als ein wichtiger Ansatz-punkt zur Optimierung der Behandlungswege identifizieren. Eine dieser Schnittstellen stellt die Nachsorge nach stationärer Rehabilitation dar, für die die Methode einer Case-Management-orientierten Nachsorge-Koordination eine vielversprechende Möglichkeit zur Förderung einer integrierten Versorgung und zur Verstetigung des Rehabilitationserfolges für Patienten mit Depression/ Angsterkrankung beinhaltet.

 

Im Rahmen der Studie wurde in Studienteil 1 eine Ist-Analyse von Hürden und förderlichen Faktoren auf den Behandlungswegen von o. g. Patientengruppen anhand von halbstrukturierten Patienteninterviews (N=30; stratifiziert nach Diagnose und Klinik) vorgenommen.

 

Unter Nutzung der hierbei resultierenden Ergebnisse beinhaltet Studienteil 2 die Entwicklung, Implementierung und Evaluation einer telefonbasierten Case-Management-orientierten Nachsorge-Koordination (NaKo): Patientinnen und Patienten werden direkt nach ihrem stationären Aufenthalt im Rahmen von sechs zweiwöchentlich stattfindenden Telefonaten von ihrem Therapeuten darin unterstützt, eine für sie adäquate Nachsorge einzuleiten und durchzuführen.

 

Die Evaluation erfolgt im Rahmen eines randomisiert-kontrollierten Designs (RCT) in vier kooperierenden Kliniken: MediClin Seepark Klinik Bad Bodenteich, Klinik für psychosomatische Medizin der Segeberger Kliniken, St. Franziska-Stift Bad Kreuznach, Luisenklinik Bad Dürrheim (N=128 Rehabilitanden mit vollständigen Datensätzen). Es wird eine prospektive Mehrzeitpunktbefragung umgesetzt: Kurz vor Entlassung aus der stationären Behandlung bzw. Beginn der NaKo (t1), 3 Monaten nach Entlassung bzw. Beendigung der NaKo (t2) und 6-Monats-Katamnese (9 Monate nach Entlassung; t3). Patientinnen und Patienten mit Nachsorge-Koordination werden mit Patientinnen und Patienten ohne Nachsorge-Koordination (TAU) hinsichtlich ihres Behandlungserfolges zur 6-Monats-Katamnese verglichen. Das primäre Outcome stellt die Symptombelastung dar, sekundäre Outcomes sind die Lebensqualität/ funktionale Gesundheit sowie der Anteil der Patienten, die sich zur Katamnese in ambulanter Weiterbehandlung befinden.




< Modul zwei - Phase 2  |  GeKo - Farin-Glattacker >