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Kontakt

Dr. Jürgen Höder

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

(Campus Lübeck)

Institut für Sozialmedizin

Ratzeburger Allee 160 (Haus 50)

23538 Lübeck

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Vorbereitung auf die Reha: Was wissen Rehabilitanden über die Rehabilitation? Kenntnisstand, Zugangswege und Optimierungsstrategien

Jürgen Höder und Ruth Deck - Institut für Sozialmedizin - Universität Lübeck

 

In diesem Projekt geht es darum, was Rehabilitanden mit chronischen orthopädischen Erkrankungen vor der Reha über die Reha wissen sollten, was sie tatsächlich wissen und woher sie dies Wissen beziehen, wie man den Wissenserwerb verbessern kann und welche Auswirkungen verbessertes Wissen auf Rehaziele und gesundheitsbezogene Aktivitäten nach Abschluss der Reha hat.

 

Hypothesen

 

Methode
Die geplante Studie umfasst drei Phasen; die ersten beiden sind explorativ, die dritte enthält einen experimentellen Ansatz. In allen drei Phasen werden Gender‐ und Bildungsaspekte berücksichtigt.

Die erste Phase dient der Ermittlung eines Soll‐Zustandes aus zwei Perspektiven: Was sollten Reha‐bilitanden nach Meinung von Experten vor Antritt der Reha wissen? Welche Informationsinhalte, ‐gestaltungen und ‐wege wünschen sich die Rehabilitanden selbst? Hierzu wird eine Fokusgruppe mit Experten (Klinikern, Wissenschaftlern, Vertreter der Leistungsträger) durchgeführt, ferner mehrere Gruppen mit Rehabilitanden aus verschiedenen Kliniken. Die Ergebnisse der verschiedenen Arbeitsgruppen werden zu einer Liste von zehn bis zwölf Themen integriert, den so genannten Kernthemen.

In Phase 2 (Ist‐Zustand) geht es dann darum, welche Chancen Rehabilitanden haben, sich wohlinformiert auf die Reha vorzubereiten und wie informiert sie tatsächlich sind: Welche Informationsquellen sind verfügbar? Sind die Inhalte relevant, zutreffend und verständlich dargestellt? In welchem Ausmaß werden Sie genutzt? Wie werden sie von den Nutzern bewertet? Sind die Rehabilitanden über die in Phase 1 ermittelten Themen ausreichend informiert? Dazu werden zahlreich mögliche Informationsquellen in Augenschein genommen und bewertet, teilweise mit Ratingverfahren, teilweise mit computergestützten Analysen der Lesbarkeit. – Zur Prüfung des bei Rehabilitanden vorhandenen Wissens über die Kernthemen sowie zur Erfassung von Nutzung und Bewertung der Informationsquellen durch die Rehabilitanden konstruieren wir entsprechende Fragebögen. Sie werden 150 Rehabilitanden aus verschiedenen Kliniken zu Beginn ihrer Reha vorgegeben.

Phase 3 umfasst zwei Abschnitte: Optimierung (oder Neuerstellung) einer Auswahl der in Phase 2 gefundenen Materialien im Hinblick auf Relevanz, Verständlichkeit und „Rezeptionsfreude“ und Prüfung der Auswirkungen auf die Art der von Rehabilitanden genannten Rehaziele sowie Aufnahme von Nachsorgeaktivitäten. Neben schriftlichen Informationen sollen internetbasierende audiovisuelle und interaktive Verfahren entwickelt werden.  Abschließend erstellen wir ein Klinik‐Infopaket: Leicht verständliche schriftliche Informationen zu den Kernthemen, die von Kliniken vor Rehabeginn an die Rehabilitanden versandt werden können. Das Klinik‐Infopaket enthält auch Hinweise auf das vollständige Material im Internet. Das Klinik‐Infopaket wird den Rehabilitanden (N = 300) von den teilnehmenden Kliniken per Post zusammen mit der Einladung zum Antritt der Reha übersandt. Die Kontrollgruppe(N = 300) erhält nur die übliche Einladung mit dem gängigen Informationsmaterial von DRV und Reha‐Klinik. Es handelt sich um ein quasi‐experimentelles sequenzielles randomisiertes Design.




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