Modul 4 - Phase 1: Wissenschaftliche Grundlagen der versorgungsnahen Forschung (Förderer: BMBF)
Es wurden Mittel für Vorhaben im Rahmen der drei Themenfelder beantragt, deren Nutzen im unmittelbaren Vorfeld einer Umsetzung durch die Sozialversicherungsträger liegen. Dies schließt ggf. auch Vorhaben ein, bei denen wesentliche methodische oder theoretische Fragen der versorgungsnahen Forschung im Zentrum stehen.
Insbesondere werden auf der Basis von ausgewiesenen Defiziten oder mit Hilfe von Bedarfsanalysen neue Ansätze zum Empowerment von Menschen mit chronischen Krankheiten, zur Patienteninformation und zur strukturellen Verankerung von Patientenorientierung entwickelt und in erster Anwendung erprobt.
Zusätzlich wird auch die Weiterentwicklung von Methoden zur Erfassung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Maßnahmen und Strukturen zur partizipativen Versorgungsgestaltung angestrebt.
Projekte
- Die Patient-Behandler-Kommunikation bei chronisch Kranken: Geschlechts- und altersspezifische Präferenzen von Patientinnen und Patienten (Projekt PaBeKo)
- Entwicklung, psychometrische Testung und Implementierung eines an der ICF orientierten Instruments für die Erfassung von Aktivitäten und Partizipation bei Patienten mit psychischen Erkrankungen
- Entwicklung und Überprüfung der psychometrischen Eigenschaften eines standardisierten Verfahrens zur Messung von Empowerment im Prozess der psychiatrischen Behandlung von Patienten mit affektiven und schizophrenen Störungen.
- Ergebnismessung in der medizinischen Rehabilitation: Vergleich unterschiedlicher Methoden der Outcome-Messung anhand von rehabilitationswissenschaftlichen Datensätzen und kognitive Interviews über Veränderungsitems
- Gesundheitskompetenz von türkischstämmigen Diabetikern in Abhängigkeit von Krankheitsverlauf, Versorgungskonzept, sozioökonomischem Status und Integration
- Nutzen eines supportiven, telefonbasierten Counselingsystems bei der hausärztlichen Betreuung von chronisch Kranken am Beispiel von Patienten mit Typ-2 Diabetes
- Patientenorientierte Interventionen zur Lebensstilmodifikation bei KHK - Subjektive Konzepte zu Inhalten, Methoden und Setting nachhaltiger Sekundärprävention im Alltag (PoInts)
- Patientenorientierte Veränderungsmessung: Gesundheitsbewertungen und die Beurteilung der Teilhabe-Relevanz von Behandlungseffekten durch chronisch Kranke (Projekt POEM)
- Patientenpräferenzen bei Informationen zu Wirkungen und Nebenwirkungen „...es könnte sein, dass der Patient, bevor er den Packzettel zu Ende gelesen hat, verstorben ist"
- „PräfCheck" Patientenzentrierte Behandlungsplanung mit älteren Patienten
- Qualitätskonzept „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" als Ansatz patientenorientierter, partizipativer Versorgungsgestaltung: Entwicklung und Erprobung von Bewertungsinstrumenten für die Kooperation zwischen Patienten und Krankenhäusern
- Übersetzung, Adaption und Validierung des „heiQ" (Health Education Impact Questionnaire) - eines generischen Instruments zur Bewertung von Patientenschulungen und Selbstmanage-mentprogrammen"
- Validierung und Normierung des Fragebogens zur Partizipativen Entscheidungsfindung (PEF-FB-9)
- Verbundprojekt „RESPEKT" - Respekt für vorausverfügte Entscheidungen und Präferenzen für den Fall von Krankheit und Tod. Kontrollierte Interventionsstudie zur prozess- und systemorientierten Implementierung von Patienten-Vorausverfügungen in Altenheimen und den relevanten Versorgungsstrukturen einer Modellregion
PaBeKo - Farin >
